Kirchliche Berufsverbände
Theologengemeinschaft "Oldenburgia"   Verein Oldenburgischer Kleriker

"Verbindlich ist für die katholischen Verbände, dass sie sich am Glauben der Kirche gemäß dem Evangelium orientieren, das religiös-sittliche Bewusstsein bilden und die Verantwortung für die gesellschaftlichen Probleme und Aufgaben aktivieren. Sie dienen dem Leben der Gemeinden und der Erfüllung ihres Auftrages in der Gesellschaft." So hat die Würzburger Synode in ihrem Beschluss "Verantwortung des ganzen Gottesvolkes für die Sendung der Kirche" II.2 eine Aussage zu katholischen Verbänden und geistlichen Gemeinschaften getroffen. **

Im kirchlichen Leben gibt es in vielfältiger Weise Verbände und Gemeinschaften. Auch Priesteramtskandidaten, Diakone und Priester kommen regelmäßig in zwei kirchlichen Berufsverbänden zusammen, um sich fortzubilden, Fragen des Berufsalltags zu diskutieren und das kirchliche und gesellschaftliche Miteinander zu pflegen.

1. Theologengemeinschaft "Oldenburgia" ("Vivat, floreat, crescat" - "Lebe, blühe, wachse")
Zur Gründung der "Oldenburgia" gibt es scheinbar keine schriftlichen Quellen. Nach den mündlichen Überlieferungen entstand diese oldenburgische Gemeinschaft jedoch offenbar zu der Zeit, als in Münster die theologische Wissenschaft begann bzw. das Collegium Borromaeum die Tore öffnete.
Die Theologengemeinschaft "Oldenburgia" ist die Landsmannschaft der Priesteramtskandidaten aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg.  Weitere Landsmannschaften im Collegium Borromaeum sind z.B. die "Rhenania" für Priesteramtskandidaten vom Niederrhein, die "Monasteria" für Kandidaten aus Münster, die "Osnabrücker Synode" für die Osnabrücker Studenten, usw.
Die "Oldenburgia" hat keine Satzung oder ähnliches, sondern lebt vom freiwilligen Engagement der Studenten. Die Mitglieder der Gemeinschaft fühlen sich dazu verpflichtet, den Kontakt zum Oldenburger Klerus zu wahren. Wenigstens zwei Mal im Jahr schreibt die Theologengemeinschaft einen Semester-Rundbrief an alle Oldenburger Kleriker. Und seit Jahren ist es Tradition, dass sich die "Oldenburgia" mit den Oldenburger Klerikern in einer Pfarrgemeinde des Offizialatsbezirks zum Kohlessen trifft.
Eine weitere wichtige Aufgabe sehen die Priesteramtskandidaten darin, Ansprechpartner für junge Männer zu sein, die über ihre Berufung nachdenken. Und das besondere, was die Landsmannschaft ausmacht, ist der gute Zusammenhalt der "Oldenburger" und die Brauchtumspflege, sowie die wöchentliche gemeinsame Vesper, in der im Besonderen für die Heimatgemeinden, für den gesamten Offizialatsbezirk und für den Weihbischof gebetet wird.

Mittlerweile ist die Oldenburgia auch im Seminar "Studienhaus St. Lambert" (Burg Lantershofen,  Graf-Blankard-Str. 12-22 , 53501 Grafschaft, Telefon: 02641/892-0, Email: info@st-lambert.de, Internet: www.st-lambert.de) vertreten. Hier kann man über den "dritten Bildungsweg" Priester werden.

Zur Zeit gehören der "Oldenburgia" im Collegium Borromaeum 16 Studenten an; 12 sind in Münster, drei in Lantershofen und einer in Rom.

Die Ämter sind wie folgt besetzt: Senior:  
Junior:  
Knippenölste:  
Kontakt:   Theologengemeinschaft "Oldenburgia"
im Collegium Borromaeum
Domplatz 8, 48143 Münster,
Tel: 0251/4189-0
Internet: Collegium Borromaeum

Aktueller Kohlkönig
("Rex Brassicus")


  Semester-Rundbriefe

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2. Verein Oldenburgischer Kleriker (Leitwort: "Cor unum et anima una" - "Ein Herz und eine Seele")
Oldenburger Theologen und Philosophen beschlossen am 20.06.1860 in der Nähe von Münster, einen Verein zu gründen, der nach § 1 der damaligen Statuten "eine brüderliche Verbindung oldenburgischer Kleriker zur gegenseitigen Erleichterung des Berufslebens durch Freundschaft und Wissenschaft" sein sollte. 
Dem Verein sollte ein Präsidium von drei Personen vorstehen; der Präsident sollte "minderwertige Angelegenheiten allein entscheiden". 
Ein Hauptmoment des Vereins ist die alljährliche Versammlung ("Räubersynode"), die in den letzten Jahren regelmäßig im Antoniushaus in Vechta stattfindet. Neben den Regularien (Veränderungen im Klerus, Gedenken an die kranken und verstorbenen Mitbrüder, Protokoll) wird meist ein aktuelles Thema behandelt und zur Diskussion gestellt. Außerdem gehört zum festen Programmpunkt ein Bericht des Bischöflichen Offizials (in früheren Zeiten nahm er nicht an der Jahresversammlung teil!), dem sich eine allgemeine Aussprache anschließt, eben das "Räubern" mit verhaltenen oder auf deutlicheren Wortbeiträgen. Zeit für Gemütlichkeit und eine gemeinsame Tafel darf jedoch auch nicht fehlen.
Ein Beschluss des Vereins aus dem Jahre 1882 gilt bis heute: "Jedes Mitglied soll, sobald es von dem Ableben eines Vereinsmitgliedes Kenntnis erhalten hat, umgehend das hl. Messopfer für dasselbe applizieren." 

Die Ämter sind wie folgt besetzt: Präses Pfarrer Kurt Schulte, Dinklage

Kontakt:   Verein Oldenburgischer Kleriker
Präses Kurt Schulte
Am Pfarrhof 8, 49413 Dinklage
Tel: 04443/961283; Fax: 04443/961268



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